Kinderpornoaffäre bei der CSU und kein Schwein von den Massenmedien ist interessiert…
OK… Die Süddeutsche schon, aber sonst “betroffenes” Schweigen…
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Der ehemalige Bundestagsabgeordnete Mathias S. – CSU – (zuständig für die “Kinderkommission”) musste sich am Freitag wegen Besitz von “Kinderpornographie” vor Gericht verantworten. Und wurde rechtskräftig verurteilt.
Doch das Rauschen im Blätterwald bleibt aus. Auch auf “Tagesschau” und “heute” gibt es keine dicken Schlagzeilen. Warum eigentlich? Hat das Thema keinen Nachrichtenwert?
Erinnern wir uns an “Causa Tauss” (Tagesschau). Dem Bundestagsabgeordneten Jörg Tauss wurde im Frühjahr dieses Jahres von den Medien aus seiner Partei geekelt. Was war geschehen?
Tauss war seit Jahren für die SPD in Sachen Dokumentation von Kindesmissbrauch (”Kinderporno”) zuständig. Er wurde auch als Verdeckter Ermittler eingesetzt, um schon vorab zu einschätzen zu können ob etwaige Gesetzesänderungen zielführend sein könnten. Dafür arbeitete er gelegentlich mit dem BKA zusammen.
Dann kam es zum Streit. Tauss warf dem BKA Meinungsmache zu Gunsten von Wolfgang Schäuble (CDU) vor und geiselte deren vorgeschlagenen Maßnahmen als “populistisch”. Um die Behauptungen des BKA (bezüglich der Beschaffungsmöglichkeiten von “Kinderpornographie”) zu wiederlegen wurde Tauss selbst tätig und fädelte einen Deal mit einem Informanten ein.
Da er auf Grund der Geschehnisse nicht mit dem BKA zusammen arbeiten konnte, ihm also keine Schein-Adresse zur Verfügung stand, und, so seine Aussage, er nicht die Bundestagsadresse benutzen wollte, um keinen Verdacht aufkommen zu lassen, gab er die Adresse des eigenen Büros an.
Dabei hätte er seine Kompetenzen überschritten. Zu dieser Meinung kommt ausgerechnet Thomas Strobl, Schäubles Schwiegersohn, Vorsitzender des Ausschusses für Wahlprüfung, Immunität und Geschäftsordnung des Deutschen Bundestages.
Jörg Tauss muss sich in diesem Zusammenhang vor Gericht verantworten. Jedoch geht es in dem Gerichtsverfahren “nur” darum ob er das Material im eignen Büro hat lagern dürfen. Nicht desto trotz überzog ihn die deutsche Presselandschaft mit einer Schmutzkampagne. Taus wanderte ins Kinderschänder-Eck. Und ging zur Piratenpartei.
Mathias S. dagegen wird in aller Stille verurteilt. Dieser Mann hat nicht “seine Kompetenzen überschritten” – Er hat für (augenscheinlich) private Zwecke die Dokumentation von Kindesmisshandlung gespeichert.
Wen interessiert´s?
Die Süddeutsche.
Und sonst?
Eben.
Kinderpornoaffäre bei der CSU und kein Schwein von den Massenmedien ist interessiert… OK… Die Süddeutsche schon, aber...